Visum für Kenia und Tansania: zwei Nachbarn, zwei Verfahren

Kenia und Tansania verlangen von deutschen Reisenden je eine eigene Genehmigung, vor der Abreise online beantragt, jede auf ihrem eigenen amtlichen Portal. Eine gilt nicht für das andere Land, auch nicht auf einer Rundreise. Für das Visum wird keine Versicherung verlangt, für Sansibar gilt eine eigene Regel.

3 Min. Lesezeit

Die klassische Reise verbindet beide Länder: Safari in Kenia, Strand auf Sansibar. Verwaltungstechnisch sind das zwei Reisen, und der häufigste Fehler besteht darin, sie als eine zu behandeln.

Zwei Portale, zwei Anträge

Kenia und Tansania führen jeweils ein eigenes amtliches Portal. Die Genehmigung des einen Landes gilt im anderen nicht, auch nicht für eine Durchreise von wenigen Stunden. Beide Anträge werden vor der Abreise gestellt, und beide brauchen Bearbeitungszeit, die sich nicht vorhersagen lässt.

Die Reihenfolge, die Zeit spart

  1. Reisepass prüfen: Restgültigkeit über das Reiseende hinaus, freie Seiten.
  2. Beide Anträge gleichzeitig stellen, sobald die Flüge stehen.
  3. Die Bestätigungen ausdrucken und getrennt vom Handy aufbewahren.
  4. Die Gesundheitsanforderungen beim Auswärtigen Amt nachlesen, für jedes besuchte Gebiet einzeln.

Sansibar ist die Ausnahme, die man kennen muss

Sansibar gehört zu Tansania, das Visum ist dasselbe. Für die Einreise auf die Insel besteht darüber hinaus eine eigene Anforderung an eine Reisekrankenversicherung, die vor Ort erhoben wird. Das ist in dieser Region der einzige Fall, in dem eine Deckung wirklich Teil der Formalität ist, und er wechselt in seinen Einzelheiten: die Fassung, die zählt, steht in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts am Tag Ihrer Abreise.

Warum die Deckung hier ohnehin die Hauptfrage ist

Nicht wegen der Formalität, sondern wegen der Entfernung. In einem Nationalpark oder auf einer Insel ist die nächste geeignete Klinik weit weg, und ein ernster Fall endet mit einer Verlegung. Der medizinische Rücktransport ist die Zeile, die diese Reise absichert, und sie steht in unserem Vergleich ganz oben.

Für Nordafrika gelten wieder andere Regeln: Ägypten hat sein eigenes Verfahren.

Häufige Fragen

  • Reicht eine Genehmigung für beide Länder?
    Nein. Kenia und Tansania führen getrennte Verfahren auf getrennten Portalen, und keine der beiden Behörden erkennt die Genehmigung der anderen an. Auf einer Rundreise, die beide Länder verbindet, stellen Sie beide Anträge, und Sie stellen sie früh: die Bearbeitung dauert unterschiedlich lange.
  • Kann ich das Visum bei der Ankunft bekommen?
    Die beiden Länder haben ihre Verfahren in Richtung Vorab-Antrag verschoben, und die amtlichen Portale sind der Weg, den sie selbst nennen. Auf eine Erteilung am Flughafen zu setzen heißt, sich auf einen Schalter und eine Warteschlange zu verlassen, nach einem Nachtflug. Wer die Genehmigung vorher hat, hat ein Problem weniger.
  • Was gilt für Sansibar?
    Sansibar gehört zu Tansania, das Visum ist also dasselbe. Für die Einreise auf die Insel besteht darüber hinaus eine eigene Anforderung an eine Reisekrankenversicherung, die vor Ort erhoben wird. Das ist der eine Fall dieser Region, in dem eine Deckung tatsächlich Teil der Formalität ist: prüfen Sie die aktuelle Fassung beim Auswärtigen Amt, bevor Sie fliegen.
  • Brauche ich Impfungen?
    Es gibt Anforderungen, und sie hängen davon ab, aus welchem Land Sie anreisen und welche Gebiete Sie besuchen. Wir nennen hier keine Liste: sie ändert sich, und die Fassung, die zählt, steht in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts zum jeweiligen Land. Diese Frage gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende.
  • Verlangt das Visum eine Versicherung?
    Für die Erteilung der Genehmigung nicht, in keinem der beiden Länder. Der Sonderfall Sansibar ist eine Einreiseanforderung vor Ort, keine Bedingung des Visums. Unabhängig davon ist Ostafrika die Region, in der die Entfernung zur nächsten geeigneten Klinik den Rücktransport zur teuersten Zeile eines Zwischenfalls macht.